Fachabteilung Psychosomatik

Dr. med. Andrea Menges-Fleig

Chefärztin für Psychosomatik

Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Systemische Therapie
Traumatherapie


1984 - 1990 Studium der Humanmedizin und  Philosophie an der Universität Heidelberg
1991 - 1996 Ausbildung und Promotion im Psychiatrischen Landeskrankenhaus Wiesloch
1996 - 1999 Dozentin an der Krankenpflegeschule Karlsruhe, privatärztliche Tätigkeit
1999 - 2002 Gemeinschaftspraxis in Pforzheim (Psychosomatik und Suchtmedizin ) Substitution drogenabhängiger Patienten
2002 - 2006 Psychosomatische Klinik Schömberg
2006 - 2011 Psychosomatische Klinik Bad Herrenalb
seit 2011 Tätigkeit in Supervision und Weiterbildung
2011 Niederlassung in eigener Praxis: Rotes Haus Karlsruhe
ab 2012 zusätzlich Fachärztin, dann leitende  Oberärztin der Sanima Klinik in Bad Herrenalb (Klinik für Psychotherapie und Psychiatrie) 
2016 Konzeptionelle Erweiterung Rotes Haus zum Therapie-, Kultur- und Begegnungszentrum.
2022 Wechsel zur Klinik Dr. Franz Dengler als Chefärztin der Abteilung für Psychosomatik
„Man weiß nie, was daraus wird, wenn die Dinge verändert werden. Aber weiß man denn, was daraus wird, wenn sie nicht verändert werden?“
Elias Canetti
Prävention
Rehabilitation
Nachsorge

Stationäre & ambulante Rehabilitation

Leistungen zur medizinischen Rehabilitation können sowohl stationär als auch ganztägig ambulant durchgeführt werden und dauern in der Regel drei Wochen. Sie können jedoch nach Bedarf und mit Rücksprache des behandelnden Arztes in der Rehabilitationseinrichtung verkürzt oder verlängert werden.

Bei der stationären Durchführungsform erfolgt die Unterbringung in der Reha-Einrichtung, bei der ganztägig ambulanten Durchführungsform verbleiben Sie in Ihrem gewohnten Umfeld und übernachten zu Hause. Während einer
ambulanten Rehabilitation finden ganztägig Behandlungen statt, so dass Sie während dieser Zeit Ihrer beruflichen Beschäftigung nicht nachgehen können.

Psychosomatische Reha

Die Psychosomatik ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das den Blick auf die Zusammenhänge von körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren richtet. Psychosomatische Erkrankungen entstehen vor dem Hintergrund biographischer Erfahrungen und werden durch soziale, körperliche oder seelische Belastungen, die nicht verarbeitet und integriert werden können, ausgelöst, verstärkt oder auch chronifiziert.

Psychosomatische Rehabilitation stärkt die Selbstwirksamkeit im Hinblick auf die Krankheitsbewältigung und führt somit zu einer Förderung der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft. Unserem integrativen Rehabilitationskonzept liegt ein humanistisches Menschenbild zugrunde,  in dem wir den Menschen in seiner individuellen Biografie im Zusammenhang mit seinen aktuellen Herausforderungen und Belastungen (beruflich und sozial) sowie seinen Ressourcen und Fähigkeiten sehen. Dabei wird die Erkrankung genauso berücksichtigt wie die gemeinsam besprochenen Behandlungsziele im Rahmen eines bio-psycho-sozialen Modells. Gesunde Teilhabe am Arbeitsleben bedeutet Erfolg und Freude im Arbeitsalltag. Stress und psychosomatische Erkrankungen können die Teilhabe in diesem wichtigen Lebensbereich erschweren.  In einer medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation – kurz MBOR – werden Berufs- und Arbeitsplatzaspekte in das gesamte Rehabilitationsgeschehen einbezogen und können so die Wiederaufnahme der Arbeit unterstützen und zum Erhalt des Arbeitsplatzes beitragen.

Therapie in der Klinik

Kurzübersicht Indikationen

Depressive Störungen
Anpassungsstörungen nach Lebenskrisen
Angst-und Panikstörungen, Phobien
Zwangsstörungen
Somatoforme Störungen und funktionelle körperliche Erkrankungen
Chronische Schmerzstörungen (mit somatischen und psychischen Faktoren)
Traumafolgestörungen (einfach und komplex)
Persönlichkeitsstörungen
Spannungskopfschmerzen und Migräne
Schlafstörungen (mit somatischen und psychischen Faktoren)
Psycho-  und sozioreaktive Folge- und Begleiterkrankungen bei körperlichen Erkrankungen, Operationen und Unfällen
Individuelle berufliche Problemlagen (Mobbing, Arbeitslosigkeit, Leistungsdruck, Strukturwandel, Konkurrenz, Autoritätskonflikte) und deren Auswirkung im privaten Bereich
Kontraindikationen sind demenzielle Erkrankungen, akute Suchterkrankung, floride Psychose, Essstörungen (Bulimia nervosa, Anorexia nervosa) sowie Eigen- oder Fremdgefährdung, pflegebedürftige Patienten

Diagnostik

Klinische Psychodiagnostik:
- Auf Wunsch Vorgespräch zu Klärung der Indikation und zur Information.
- Umfassendes Aufnahmegespräch zur klinischen Diagnostik nach ICD-10 (Internationales Klassifikationssystem für medizinische Diagnosen)
- Aufklärung über vorhandene Erkrankung und Informationen zu Therapieoptionen
Patientenspezifisch psychometrische Instrumente:
- Angst- und Depressionsskalen, Symptomchecklisten
- MBOR- Diagnostik: Screening zu besonderen beruflichen Problemlagen (Würzburger Screening, SIMBO, SIBAR)
- IDA-MELBA: Diagnostik zur Arbeitsfähigkeit und Erstellung eines Fähigkeitsprofils
- Neuropsychologisches Asessment
Klinische Funktionsdiagnostik:
- Aufnahmeuntersuchung, klinisch-chemische Labordiagnostik und EKG
- Gesamtes Spektrum der orthopädischen und internistischen Diagnostik (siehe Fachabteilung Orthopädie und Innere Medizin)

Therapieangebot

In einer Atmosphäre von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung verfolgen wir einen methodenübergreifenden Therapieansatz, welcher indikationsspezifische und für jeden Pateinten auf Grundlage seiner Behandlungsziele individuell zusammengestellte Therapieangebote beinhaltet. Wir orientieren uns an den aktuellen Leitlinien unseres Fachgebiets. Der Patient wird über den gesamten Verlauf der Behandlung von einem Bezugstherapeuten begleitet.

Individuelle Therapie in psychotherapeutischen Einzelgesprächen (tiefenpsychologisch fundiert, verhaltenstherapeutisch, systemisch), Krisen- und Motivationsgespräche
Gruppentherapie (Kerngruppen 2-mal wöchentlich je 90 min /Bezugstherapeutensystem)
Regelmäßige Chef- /Oberarztvisiten
Psychoedukation zu den Themen: Psychosomatische Rehabilitation, Schmerz- und Stressbewältigung, Depression, Angst, Trauma
Störungsspezifische Behandlung/ Indikationsgruppen
Depression
Angst-und Panikstörung
Chronische Schmerzstörung
Posttraumatische Belastungsstörung
Traumatherapie im Einzelsetting (Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie nach Luise Reddemann, EMDR)
Tabakentwöhnung
Kreativtherapie: Mal-und Gestaltungstherapie (einzeln und in Gruppen), Kreativwerkstatt, Werken
Tanz und Bewegungstherapie
Entspannungsverfahren (Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training, Achtsamkeit und Körperwahrnehmung), Qi Gong
Kognitives Training, Brainwalk
Vorträge aus der Sozialmedizin und dem Sozialrecht (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, Maßnahmen zur Eingliederung in den Beruf und in das soziale Umfeld, Nachsorge)
Arbeits- und sozialrechtliche Einzelberatung
Soziales Kompetenztraining, Stressbewältigungsprogramm 
Berufsbezogene Gruppentherapieangebote zur Stärkung der arbeitsplatz-bezogenen personalen Ressourcen, Verbesserung der berufsbezogenen Kompetenz
Ergotherapie
Gesundheitsvorträge
Ernährungsberatung, Lehrküche 
Auf den körperlichen Befund abgestimmtes physiotherapeutisches und bewegungstherapeutisches Therapieprogramm u. a. medizinische Trainingstherapie, Nordic Walking, Aqua-Fit,  Physiotherapie (Einzel und in Gruppen), Bäder und Massagen, Moorpackung
Medikamentöse psychopharmakologische Behandlung 
Mitbehandlung durch Fachärzte der Abteilungen Orthopädie und Innere Medizin

Wer Sie behandelt

Agnieszka Szponar-Wolf
Leitende Oberärztin, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachärztin für Neurologie
Katharina Holm
Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin, Oberärztin der Orthopädie und Psychosomatik
Elke Goldstein
Psychologische Psychotherapeutin
Dr. Irada Allahverdiyeva
Dipl. Psychologin
Dr. Victoria Kowalewski
Dipl. Psychologin, Fachpsychologin für Rehabilitation (BDP)
Heike Lenz
Dipl. Psychologin
Julia Koch
Psychologin (M.Sc.)
Dr. med. Lukas Weidener
Assistenzarzt für Psychosomatik und Psychotherapie
Christine Krafft
Dipl. Kunsttherapeutin
Barbara Höcker
Diplom-Sozialpädagogin (FH), Sozialdienst
Gabriele Haitz
Diplom-Sozialarbeiterin (FH), Sozialdienst
Thomas Mochel
Sozialbegleiter